Sprache und Identität

Freitag, 12. Mai 9:15 - 10:45 Hörsaal 10



Sprache und Identität sind untrennbar miteinander verbunden. Das gilt für uns als Einzelne und für ganze Gruppen, bis hin zu einem Staat, einer Nation. Unser Sprechen und Schreiben erlaubt uns Teilhabe, ermöglicht aber auch Ausgrenzung. Gerade in Deutschland spielte die Sprache bei der Bestimmung politischer und kultureller Identität über Jahrhunderte eine zentrale Rolle und oft waren die Bezüge zwischen den Größen ausgesprochen brisant. Der Vortrag wird mit Beispielen aus der Geschichte einsetzen und in der Gegenwart enden, vom Sprachideal eines idealisierten "Deutschtums" bis zur Kritik an englischen Spracheinflüssen und aktuellen Diskussionen über Sprache und Identität in der Gesellschaft der Bunderepublik.

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© Andreas Gardt

Prof. Dr. Andreas Gardt

Germanist und Sprachwissenschaftler an der Universität Kassel

Prof. Dr. Andreas Gardt studierte Germanistik und Anglistik an den Universitäten Mainz und Heidelberg (Staatsexamen). Nach Aufenthalten in Cambridge und dem Studium "Comparative Literature" an der University of East Anglia (Master of Arts) promovierte er 1987 in der anglistischen Literaturwissenschaft und habilitierte 1993 in germanistischer Sprachwissenschaft in Heidelberg. Seit 2001 ist er Professor für Germanistische Sprachwissenschaft/Sprachgeschichte an der Universität Kassel. Zudem ist Prof. Gardt unter anderem ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaft zu Göttingen sowie der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, wo er den Vorsitz der Sprachkommission innehat. Er hat wichtige Beiträge etwa zur Geschichte und Gegenwart der Sprachtheorie, insbesondere zu den Bezügen zwischen Sprache und Erkenntnis, geleistet – ein weiterer seiner Forschungsschwerpunkte liegt auf dem Zusammenhang von Sprache und (politischer, kultureller) Identität.

https://www.uni-kassel.de/go/gardt